Was hilft gegen Depressionen ?

Depressionen können mit Medikamenten oder mit Psychotherapie behandelt werden. Oft wird auch Beides miteinander kombiniert.

Die Wahl der richtigen Behandlungsmethode hängt davon ab, wie schwer die Depression ist und welche Ursache die Erkrankung hat.

Medikamente

Depressionen werden mit Antidepressiva behandelt. Bei leichten bis mittelschweren Depressionen kann auch Johanniskraut (ein pflanzliches Antidepressivum) helfen. Wobei die Wirksamkeit von Johanniskraut nicht in gleicher Weise belegt ist, wie die anderer Antidepressiva. Deshalb sollte bei einer schweren Depression auch ein Antidepressivum eingesetzt werden, dessen Wirksamkeit eindeutig belegt ist.[i]
Antidepressiva können helfen, die Depression ganz zu überwinden und wieder vollständig gesund zu werden.

Psychotherapie

Eine Depression kann aber auch ohne Medikamente behandelt werden. Wenn die Ursache nicht rein körperlich ist, sondern vielleicht aufgrund früherer Konflikte oder als Folge eines Schicksalsschlages (z.B. Tod eines Angehörigen oder eine schwere Erkrankung) entstanden ist, kann die Depression auch nur mit Psychotherapie behandelt werden.

Leichte Depressionen werden oft von Erkrankten ohne jegliche Hilfe durchgestanden. Bei vielen Erkrankten ist der Leidensdruck nicht so stark, dass sie sich Hilfe von Fachleuten holen. So ertragen sie die Depression, bis sie von allein zurückgeht. Wenn diese Phasen jedoch öfter auftreten, sollten auch nur leicht Erkrankte sich unbedingt Hilfe holen, denn Depressionen können auch chronisch werden.

Wer verschreibt Medikamente gegen Depressionen?

Grundsätzlich kann jeder Arzt Medikamente gegen Depressionen verschreiben. Ihr erster Ansprechpartner kann also Ihr Hausarzt sein. Er kann Sie gegebenenfalls an einen Facharzt überweisen.

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Psychiater)

Der zuständige Facharzt für Depressionen ist der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Psychiater). Namen und Adressen von Fachärzten im Kreis Minden-Lübbecke finden Sie links in der Navigations-Leiste unter der Rubrik "Fachärzte".

Ärzte mit psychosomatischer Zusatzausbildung

Diese Ärzte kennen sich besonders mit den Zusammenhängen zwischen Psyche und Körper aus. Das können zum Beispiel Allgemeinmediziner oder Frauenärzte sein, die eine Zusatzausbildung gemacht haben. Namen und Adressen dieser Ärzte finden Sie ebenfalls links in der Navigationsleiste unter der Rubrik "Fachärzte" in einer eigenen Tabelle mit der Überschrift "Ärzte mit psychosomatischer Zusatzausbildung".

Ärztliche Psychotherapeuten

Ärzte mit der Zusatzausbildung „Psychotherapie“ bieten neben der Behandlung mit Medikamenten auch Psychotherapie an. Sie haben nach ihrem Medizinstudium und Ihrer Facharztausbildung noch eine mehrjährige Ausbildung zum Psychotherapeuten gemacht. Namen und Adressen von ärztlichen Psychotherapeuten finden Sie links in der Navigationsleiste unter der Rubrik "Therapeuten in der Region"

[i] Techniker Krankenkasse, 2001, S. 23
[ii] Kaufmann-Mall, S. 242
Kartte, Schweikle, Stolze und Futh, S. 26
[iii] Arbeitskreis niedergelassener Psychologischer PsychotherapeutInnen Bielefeld e.V., S. 54
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Ratgeber Angst und Depressionen