Was können Sie selbst tun?

Die folgenden Vorschläge gelten in erster Linie für Menschen mit Depressionen. Da Angststörungen und Depressionen aber oft gleichzeitig auftreten, sollten sich auch Angstpatienten diese Tipps zu Herzen nehmen:

- Nehmen Sie die Depression als Krankheit wahr und auch an. Vielleicht fällt es Ihnen dann leichter, notwendige Medikamente zu nehmen und sich psychotherapeutisch unterstützen zu lassen. Wichtig: Die Depression ist eine Phase, die vorbeigeht. Sie können danach wieder genau so lebensfroh und leistungsfähig wie früher sein. Halten Sie durch.

- Haben Sie Geduld mit sich. Eine Depression dauert meist mehrere Monate. Häufig vergehen zwei bis vier Wochen, bis das Medikament zu wirken beginnt. Auch eine Psychotherapie kann nicht sofort wirken.

- Machen Sie Dinge, die Ihnen früher Spaß gemacht haben. Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass es Ihnen nicht weiterhilft, bleiben Sie dran. Irgendwann wird die Freude zurückkehren.

- Machen Sie sich keine Vorwürfe. Fehlende Konzentration, Unruhe und Ungeduld gehören zu der Krankheit Depression dazu, aber auch das wird wieder besser werden.

- Vertagen Sie wichtige Entscheidungen. Auch das gehört zur Depression: Eine Wahl zu treffen, fällt schwer. Deshalb sollten Sie wichtige Entscheidungen wie Umzug, Kündigung oder Trennung vom Partner auf später verschieben. Dafür brauchen Sie einen klaren Kopf, den Sie ganz bestimmt bald wieder haben werden.

- Bewegen Sie sich - möglichst an der frischen Luft. Spazierengehen, Wandern, Radfahren, Schwimmen oder Walken - das alles tut Ihnen gut, auch wenn Sie es im Moment vielleicht nicht glauben können. Raffen Sie sich auf - hinterher geht es Ihnen nicht nur besser, Sie können auch nachts besser schlafen.

- Vermeiden Sie es, sich tagsüber hinzulegen. Das Bett sollten Sie nur zum Schlafen nutzen.

- Strukturieren Sie Ihren Tag. Machen Sie sich einen Plan mit den Dingen, die Sie erledigen wollen. Aber Achtung: Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Vergessen Sie nicht, dass Sie während der Depression längst nicht so leistungsfähig sind wie sonst.

- Ziehen Sie sich nicht zurück. Gehen Sie aus dem Haus und treffen Sie Freunde. Oder gehen Sie in eine Selbsthilfegruppe. Im Kreis Minden-Lübbecke gibt es mehrere Selbsthilfegruppen für Menschen mit Depressionen und auch Angst-Selbsthilfegruppen. Die Telefonnummern der Ansprechpartner erhalten Sie bei der:

Selbsthilfe-Kontaktstelle für den Kreis Minden-Lübbecke

PariSozial - gemeinn. Gesellschaft für paritätische Sozialdienste mbH

im Kreis Minden-Lübbecke

Simeonstr. 17

32423 Minden

Telefon: 0571 82802-17 und 0571 82802-24

www.selbsthilfe-minden-luebbecke.de

selbsthilfe-mi-lk@paritaet-nrw.org

Sprechzeiten:

Mo., Di., Do. 9.00 - 12.00 Uhr und Do. 14.00 - 17.00 Uhr sowie nach

Vereinbarung.
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Ratgeber Angst und Depressionen